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Stefan Steinmetz
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Stargirl Leonie(10) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Der Schultag verging beinahe wie jeder andere auch. Aber in den Pausen wurde Leonie belagert. Die Mädchen wollten jedes Detail ihres Treffens mit Jannik Faber hören. Leonie tat ihnen den Gefallen, aber sie fand es anstrengend. Die Adresse der Eisdiele rückte sie nicht raus. Falls Jan sie noch einmal mit zu Luigi nehmen würde, wollte sie keinen Pulk von Fans um sich herum haben.
Das Leben als Star ist nicht leicht, dachte sie während der letzten Stunde. Wenn die schon so an mir dran hängen, wie muss es Jan und seinen Freunden erst ergehen? Nicht nur die Presse, auch die vielen Fans. Sie sind überall. Muss kompliziert sein.
Der Gedanke, dass sie jederzeit mit Fans und Presseleuten rechnen musste, wenn sie noch einmal mit Jan etwas unternahm, gefiel ihr nicht. Aber sie musste es wohl hinnehmen. Das war der Preis für ein weiteres Treffen mit Jan. Mit ihrem Schwarm.
Leonie schwärmte für Jannik Faber, seit sie die Peoples kannte. Er war so anders als Jungs in seinem Alter. Er war ernst und in sich gekehrt. Er wirkte so viel erwachsener als seine Bandkollegen. Und er war derjenige, der die Peoples am Laufen hielt. Es war Jan, der die Songs schrieb und mit der Band einübte, das wusste sie aus den Berichten. Jedes Lied der Peoples ging auf Jans Konto. Maximilian Krage half beim Arrangieren und er brachte zusätzliche Instrumente mit ein. Im Studio tauchte er oft mit allen möglichen Sachen auf. Es schien nichts zu geben, was Max nicht spielen konnte. Er spielte Saxophon und Trompete, Posaune und Klarinette. Er war perfekt am Piano und er spielte Akkordeon und alle mögliche Saiteninstrumente wie Gitarre, Banjo und sogar Geige.
Daneben konnte er Mundharmonika ebenso gut spielen wie verschiedene Flöten und er besaß sogar einen Dudelsack. Seit einem Jahr spielte er Lithophon. Dazu waren Steine verschiedener Größen wie ein großes Xylophon aufgebaut und er schlug mit hölzernen oder metallenen Hämmerchen darauf ein, was unglaubliche Tonfolgen hervor brachte. Die Studioversionen der Peoples-Songs enthielten jede Menge Tonspuren mit teils exotischen Musikinstrumenten im Hintergrund, alle von Maximilian gespielt. Aber die Drums waren sein Ding. Die spielte er am liebsten.
Jan spielte Gitarre und Banjo und Mundharmonika und er sang fantastisch.
Florian Bennett spielte Gitarre und Timo Neumann Bass. Sie beherrschten ihre Instrumente virtuos. Beide sangen fast nur Background und im peoplestypischen Dreigesang. Auf jeder CD gab es je ein Lied, das entweder von Timo oder Florian solo gesungen wurde. Die beiden hatten nicht die perfekte Solostimme wie Jan.
Aber sie waren die beiden Sonnyboys der Band, diejenigen, die immer gut drauf waren und die nichts anbrennen ließen. Man sah Florian und Timo fast immer in Begleitung von Mädchen.
Jannik nie. Leonie konnte sich nicht erinnern, Fotos gesehen zu haben, auf denen er mit Mädchen zusammen abgebildet war. Jan war Single. Vielleicht waren die Mädchen gerade deshalb hinter ihm her.
Max war in festen Händen. Er hatte seit Jahren eine feste Freundin. Was die Fans nicht davon abhielt, ihn anzuhimmeln.
Aber Jan war allein. Immer schon. Leonie musste daran denken, wie die zwei Enkelinnen von Luigi darüber gesprochen hatten, dass Jannik noch nie ein Mädchen mit in die Eisdiele gebracht hatte. Und hatte Elvira nicht etwas ähnliches das Aufnahmestudio betreffend gesagt?
Aber mich hat er mitgebracht, dachte sie. Mich! Und er will mich wiedersehen.
Immer, wenn sie daran dachte, fiel es ihr schwer, es zu glauben. Alles kam ihr wie ein seltsamer Traum vor. Ausgerechnet sie, die kleine unscheinbare Leonie Ammon! Sie hatte er mitgenommen! Spontan. Einfach so. Jannik Faber, der sonst nicht mit Fanmädchen herumzog.

*

Jannik stellte Beule an einem versteckten Platz ab. Sie hatten mehrere davon, Rollie sei Dank. Mochten Timo und Florian über Rolf Geigers angebliche Kontrollsucht maulen, Rollie machte seinen Job gut. Er schirmte die Peoples von den Fans und der Presse ab, wo es möglich war und kanalisierte das öffentliche Interesse.
Lästig war es trotzdem. Jannik dachte daran, dass er sein Auto das letzte Mal vor zwei Jahren einfach so am Straßenrand hatte parken können. Das war lange her.
Anfangs war es irgendwie cool gewesen, wenn plötzlich überall Fans zusammenliefen und einen um ein Autogramm und ein Foto baten. Es fühlte sich toll an, berühmt zu sein. Jannik spielte gerne in der Band. Es war immer eine Schau, auf den Volksfesten in der Saarpfalz-Gegend aufzutreten und mehr und mehr Fans zu haben, mit jedem Konzert bekannter zu werden und - das musste er zugeben - mehr Geld fürs Spielen zu bekommen.
Als Rollie das Management der Peoples übernahm und sie ganz nach oben brachte, war das schön gewesen, die Erfüllung all ihrer Träume. Es war wie ein Rausch, eine ganze Halle von Menschen zu bespielen, die voll mitgingen. Doch mit der Berühmtheit waren die Einschränkungen gekommen. Wo Jannik ging und stand, war er von Fans umlagert. Es ließ sich kaum vermeiden. In Saarbrücken zeigte er sich kaum noch öffentlich, außer er wollte dass man ihn fotografierte und um Autogramme bat.
Öffentlichkeitsarbeit nannte Rollie das. „Leute, hebt nicht ab“, sagte er immer wieder. „Bleibt auf dem Teppich! Benehmt euch wie ganz normale junge Männer. Und zeigt euch! Die Fans wollen euch sehen. Sie wollen euch nahe sein. Also lasst sie. Drückt euch nicht vor Autogrammen und Fotos. Jedes Autogramm, das ihr gebt, macht die Peoples bekannter und jedes Fotos, das gemacht wird, verkauft noch mehr Konzertkarten und CDs.
Der gute alte Rollie. Er hatte die Peoples zusammengeschweißt und auf Richtung gebracht. Vorher waren sie auf Volksfesten herumgetingelt und hatten viele Coverversionen gespielt. Nachdem Rolf Geiger ihr Manager geworden war, war damit Schluss. Es war Rollie gewesen, der den typischen Dreigesang der Peoples angeregt hatte und von ihnen gefordert hatte, selbst zu komponieren.
„Die Peoples müssen was Eigenes darstellen“, hatte er verlangt. „Spielt eure eigene Musik! Nachahmen kann jeder. Selbst komponieren und arrangieren können nur die wirklich Guten. Ihr wollt doch gut sein, oder?“
Ja, das wollten sie. Also hatte Jannik in jeder freien Minute Songs geschrieben und mit der Band eingeübt. Er hatte den anstrengendsten Job im Quartett. Unterstützt wurde er nur von Maximilian, der ihm bei den Arrangements zur Seite stand und bei vielen Songs zusätzliche Instrumente mit einbrachte. Timo und Florian waren gut am Bass und an der Gitarre, aber sie konnten nur spielen. Komponieren und Texten war ihre Sache nicht. Sie ließen sich durch die Tage treiben und genossen das neue Leben in Berühmtheit und Reichtum in vollen Zügen. Keiner der beiden hatte je auch nur eine einzige Textzeile geschrieben.
Auf den CDs stand unter den einzelnen Titeln fast immer Faber, gelegentlich Faber/Krage. Neumann oder Bennett tauchten nicht auf.
Aber motzen, wenn ich mehr Geld einnehme, dachte Jannik, als er das Studio durch einen Seiteneingang betrat. Er bekam natürlich mehr Kohle aufs Konto, weil er zusätzlich zu den Einnahmen der Band noch Tantiemen für die von ihm komponierten Songs erhielt. Schreibt doch selbst mal was!
Taten die beiden nicht. Das überließen sie ihm. Das war von Anfang an so gewesen, als er und Max die Band gründeten. Florian und Timo erfanden keine Songs. Sie spielten nur nach, was man ihnen beibrachte. Aber sie genossen ihr Leben als Stars.
Jannik nicht. Nicht mehr. Inzwischen hatte er genug davon. Immer öfter träumte er davon, sich zurückzuziehen und im Verborgenen zu leben. Er wollte nicht ewig auf der Bühne stehen. Es belastete ihn mehr und mehr.
Sie himmeln mich doch nur des Aussehens wegen an und wegen des Peoples-Images, dachte er, als er auf die Toilette ging und sich danach vorm Spiegel überm Handwaschbecken die Haare kämmte. Es ist wie mit allen Boygroups. Es ist das Image, das die Fans anhimmeln, ein künstliches Idol. Mich kennt doch niemand wirklich. Wie denn auch?
Der Gedanke, in zehn Jahren noch immer auf der Bühne herumzuhopsen, erfüllte ihn mit eisigem Entsetzen. Er wollte so schnell wie möglich genug Geld verdienen, um auszusteigen. Der Vertrag mit Rolf Geiger lief drei Jahre.
Ein Jahr noch, überlegte Jannik. Bis dahin werde ich mehr als genug Geld zusammen haben. Ich bin ja längst Multimillionär. Ich bekomme zusätzlich auch weiterhin Tantiemen als Komponist, wenn ein Song von uns im Radio gespielt wird oder eine CD verkauft wird. Viel länger als drei Jahre hält der Hype um eine Boygroup eh nicht an. Rollie weiß das. Der ist ein alter Hase im Showgeschäft. Drum hat er den Vertrag so kurz gehalten.
Für Jannik stand heute schon fest, dass er keine Verlängerung unterschreiben würde. Das sagte er allerdings nicht laut. Das behielt er für sich.
Im Aufnahmestudio herrsche Betrieb wie auf dem Jahrmarkt. Jannik verkniff sich, mit den Augen zu rollen.
Sind die schon da? Rollie sagte, erst nach den Aufnahmen. Mann!
Sie waren im Rudel angetreten. Journalisten und Fotografen von FACTORY, POPJUGEND und natürlich HALLO. Florian und Timo waren mittendrin. Die beiden genossen den Trubel. Maximilian saß am Schlagzeug und redete mit einer Reporterin von FACTORY. Sie machte sich eifrig Notizen.
Als Jannik eintrat, fielen sie über ihn her. Mikrofone und Objektive starrten ihn an wie eine Wand von Speeren.
„Wo ist das Mädchen von gestern?“, lautete die erste Frage.
Jannik blieb ruhig. „Habt ihr es nicht knallen gehört?“, fragte er höflich. „Sie ist geplatzt.“ Die Meute lachte pflichtschuldig.
„Witzig, Nik. So kennen wir dich“, sagte der Mann von POPJUGEND. „Aber mal im Ernst: Wo ist sie? Schon wieder raus aus deinem Radar? Eine Eintagsfliege?“
„Sie ist gestern fünfzehn geworden, Leute, das habt ihr doch mitbekommen, oder?“ Jannik schaute sie der Reihe nach an. „Sagt mal, kennt ihr die Gesetze unserer Republik nicht? Bei uns herrscht Schulpflicht bis achtzehn! Wo soll sie sein? In der Schule natürlich. Im Jugend-KZ! War ich auch mal. Entsetzlich! Die bislang schrecklichste Erfahrung meines Lebens.“
Florian kam von der Seite und legte ihm einen Arm um die Schulter. Er grinste ihn an: „Wir haben nix verraten, Nik. Haben eisern geschwiegen, als sie uns wegen deiner neuen Puppe auszuquetschen versuchten.“ Er tat, als zöge er einen Reißverschluss über seinen Lippen zu: „Kein Wort kam aus unseren Mündern. Sie sollten dumm sterben!“ Er lachte.
Jannik musste tief durchatmen. Nicht schon wieder! Florian hatte was eingeworfen. Himmel! Schon am frühen Morgen! Es wurde allmählich unangenehm.
Du solltest das bleiben lassen, Flori! Drogen sind wie eine Reise. Wer zu oft auf die Reise geht, der kommt eines schönen Tages nicht mehr zurück. Wo hast du das Dreckzeugs bloß her? Reicht dir der Alk nicht mehr?
Er feixte in Richtung der Presse: „Das nennt man Freunde! Sie geben nichts preis. Gut so.“ Er tat, als wolle er Florian küssen. „Mein lieber guter Bennetto. Bekämpfer der Windmühlen und Beschweiger der Reporter.“ Er machte sich von Florian los: „Wir haben zu tun, Leute. Das dritte Stück auf der CD soll neu eingespielt werden. Fehler in der zweiten Gitarrenspur und die Drums stimmen nicht hundertprozentig, meint Rollie.“
„Meint die Technik“, kam es von Rolf. Der Manager saß mit Elvira an einem kleinen Tischchen und spielte Dame mit der Putzfrau. „Außerdem hat Max vorgeschlagen, die Flöte rauszunehmen und stattdessen ein Mundharmonika-Solo einzubauen. Das kannst du übernehmen, Nik.“
Jannik zuckte die Achseln. „Von mir aus. Wir können ja mal probieren.“
Die folgende Dreiviertelstunde verging mit mehreren Aufnahmen des gleichen Musiktitels, bis die Aufnahmetechnik zufrieden war. Dann fügte Jannik per Dubbing ein Solo auf der Mundharmonika ein.
„Klingt dämlich!“, lautete sein vernichtendes Urteil, als sie sich den Song über die Soundanlage anhörten. „Das passt kein bisschen! Nein, das bleibt nicht so!“
„Im zweiten Teil des Solos könntest du Bendings reinbringen“, schlug Maximilian vor. „Oder fang gleich in der zweiten Position an.“
Jannik hielt seine Mundharmonika hoch: „Mit der schon mal gar nicht. Die ist in C. Wenn ich cross spiele, spiel ich in G. Passt genauso wenig. Die zweite Gitarre startet in E-Dur. Wenn, dann muss Florian die Akkorde anders greifen.“ Er kratzte sich am Kopf: „Timo? Das musst du dann auch am Bass ausgleichen. Kriegst du das hin?“
„Kann meine Oma stricken?“, antwortete der Bassist grinsend. „Klar, kann ich das.“
„Dann mal los!“, verlangte Jannik. „Das Ganze von vorne. Florian? Diesmal in G, ja?“
Florian deutete eine Verbeugung an: „Ganz wie Ihr wünscht, Euer Durchlaucht. In G also.“ Er stellte sich hinters Mikrofon und griff den entsprechenden Akkord am Griffbrett seiner Elektrogitarre: „Kann losgehen.“
Es ging los. Beim Abhören war Jannik nicht zufrieden. „Jetzt stimmt meine Spur nicht mehr. Herrgott! Technik? Zurück! Alles aus! Nur die erste Gitarre neu aufnehmen.“ Er spielte seinen Gitarrenpart neu. Anschließend lief die Musik wieder durch und Jannik spielte das Mundharmonika-Solo.
„Etwas besser“, fand er beim Abhören des Titels. „Aber da fehlt immer noch was! Leute, nochmal! Timo? Spiel die Bassline etwas schneller. Ein paar Griffwechsel mehr! Florian? Hinter dem zweiten G will ich ein D-Moll! Auch zu Beginn der zweiten Zeile im Refrain! Ich unterlege dich an der Gitarre mit einem zusätzlichen Cord. Dann klingt es, wie es soll.“
Wieder spielten sie den Titel. Jannik hörte sich alles an und verlangte Änderungen. Wie ein Diktator lenkte er die Band. Erst beim fünften Einspielen war er zufrieden.
„Das kommt so auf die CD“, erklärte er der Technik. „Speichert das als Master!“
Florian ließ sich auf die Knie fallen. Er hob die Arme gen Himmel und begann lauthals zu deklamieren: „Gott in der Höhe sei Dank! Endlich ist er zufrieden! Ich dachte schon, ich muss bis Mitternacht immer die gleichen Akkorde spielen. Meine Finger fangen gleich an zu bluten. Oh Herr, wir sind nur kleine Kinder. Erlöse uns von diesem Schinder. Amen.“
Sie legten die Instrumente beiseite und gaben den Presseleuten Interviews. Elvira hatte Rollie inzwischen beim Damespiel geschlagen und servierte allen frisch gebrühten Kaffee.
Der Reporter der HALLO schaute auf die Armbanduhr: „Bald Mittag. Nik, holst du die Kleine von gestern nachher wieder an der Schule ab?“
„Keine Zeit“, antwortete Jannik. Er verscheuchte Elvira, der ihm Zucker in den Kaffee tun wollte. „Lass das! Ich hass das! Du weißt doch, dass ich ihn immer schwarz trinke.“ Er wandte sich wieder dem Mann der HALLO zu: „Wir haben direkt nach dem Mittagessen Werbeaufnahmen für einen Mobilfunkanbieter und danach eine Pressekonferenz. Wir sind immer eingespannt. Das Musikerleben ist hart. Man hat nie Zeit.“
„Nicht mal für eine Freundin?“, fragte der Reporter. „Max ist in festen Händen und Florian und Timo haben ständig Mädchen. Nur du eigentlich nicht.“
Jannik grinste den Mann an: „Ja, ja, und deshalb habt ihr vor vier Monaten Andeutungen gemacht, ich sei möglicherweise schwul, nicht wahr?“
„Nun ja ...“ Der Mann ringelte sich wie ein Wurm am Angelhaken. „Wir schulden den Fans Informationen. Die Fans lieben dich. Sie wollen das wissen.“
Nein, du willst die Auflage deines Magazins steigern, dachte Jannik. Er sah Rollies warnenden Blick. Reg dich ab, Geigerzähler! Nik Faber wird nicht patzig. Keine Angst, Dicker!
„Natürlich wollen die Fans das wissen“, sagte Jannik. „Reines Interesse.“
„Ja, genau“, meinte der Mann von HALLO. „Also, wieso sieht man so gut wie nie ein Mädchen an deiner Seite.“
„Wollen Sie das wirklich wissen?“, fragte Jannik. Er schaute sehr ernst drein.
„Natürlich!“ Der Reporter beugte sich vor. Die Kameras rückten Jannik ein Stückchen näher auf die Pelle.
„Nun“, begann Jannik. „Es ist ganz einfach. Ich ...“ Er zögerte gekonnt, „... ich kann nichts dafür. Ich … ich bin schüchtern. Ganz einfach.“
Sie waren verblüfft. Alle.
„Schüchtern?“, fragte der von der HALLO. „Du? Nik Faber und schüchtern. Davon merkt man aber auf der Bühne nichts.“
„Ist eben so“, sagte Jannik. „Auf der Bühne gehe ich voll aus mir raus, Als Musiker kann ich alles geben, aber privat bin ich schüchtern.“
Das drucken sie!, dachte er. Und das senden sie! Die Fans werden es fressen! Nik Faber ist schüchtern. Die Mädels werden mich noch mehr anschwärmen. Rollie wird’s freuen.
Er bemühte sich nach Kräften, nicht zu grinsen.
Sollten sie es glauben!

20.05.2018 19:20 Stefan Steinmetz ist offline Email an Stefan Steinmetz senden Beiträge von Stefan Steinmetz suchen Nehmen Sie Stefan Steinmetz in Ihre Freundesliste auf
Zaunkönig
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aber sie konnten nur spielen. Komponieren und Texten war ihre Sache nicht. Sie ließen sich durch die Tage treiben und genossen das neue Leben in Berühmtheit und Reichtum in vollen Zügen. Keiner der beiden hatte je auch nur eine einzige Textzeile geschrieben.
Auf den CDs stand unter den einzelnen Titeln fast immer Faber, gelegentlich Faber/Krage. Neumann oder Bennett tauchten nicht auf.
[...] Schreibt doch selbst mal was! Taten die beiden nicht. Das überließen sie ihm. Das war von Anfang an so gewesen, als er und Max die Band gründeten. Florian und Timo erfanden keine Songs. Sie spielten nur nach, was man ihnen beibrachte.


Mit den ersten beiden Sätzen ist schon klar was die beiden nicht tun. Die vielen Wiederholungen sind mir negativ aufgefallen.

23.05.2018 22:21 Zaunkönig ist offline Email an Zaunkönig senden Beiträge von Zaunkönig suchen Nehmen Sie Zaunkönig in Ihre Freundesliste auf
Stefan Steinmetz
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Hallo "Riesenvogel" Augenzwinkern
Ist für die Überarbeitung notiert. Schaun mer mal ...

25.05.2018 13:18 Stefan Steinmetz ist offline Email an Stefan Steinmetz senden Beiträge von Stefan Steinmetz suchen Nehmen Sie Stefan Steinmetz in Ihre Freundesliste auf
 
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