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Stefan Steinmetz
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Stargirl Leonie(11) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Als die Schule aus war, hängte sich eine ganze Traube Mädchen an Leonie.
Was soll das?, dachte sie. Ich habe gesagt, heute kommt Jan nicht.
„Was ist los, Leute?“, fragte sie. „Ich habe doch gesagt, heute holt er mich nicht ab. Er hat zu tun. Erst morgen.“
Sie ließen sich nicht beirren und verfolgten sie hartnäckig über den Schulhof bis zur Straße. Erst als Leonie abbog und sich in Richtung Zuhause aufmachte, zerstreuten sich die Verfolgerinnen.

*

Der Tag verging. Die Pressekonferenz war anstrengend, die Werbeaufnahmen langweilig. Sie mussten immer wieder die gleichen Szenen vor laufender Kamera spielen. Irgendwann hatte es ein Ende.
Zurück im Studio hörten sie sich noch einmal sämtliche Stücke an, die auf die neue CD sollten.
„Siebenundvierzig Minuten“, sagte Rollie. „Bisschen kurz, was? Ein oder zwei Titel sollten wir auf alle Fälle noch aufnehmen. Vielleicht sogar drei.“
Jannik holte seine Gitarre und schloss sie an. Er trat ans Mikro: „Hört euch das mal an!“
Er spielte ein paar schnelle Riffs und begann zu singen. Er sang von einem Jungen, der Gravy statt Davy genannt wurde, weil der Standesbeamte seinen Vater nicht richtig verstanden hatte, als der den Namen des Neugeborenen nannte; das Ganze nach Art einer Polka mit Beat-Elementen.
„Ich bin noch nicht damit fertig“, sagte Jannik, als er das Lied beendet hatte. „Am Text hapert es, da muss ich nochmal ran und der Sound ist auch nicht so dolle.“
„Akkordeon muss da rein“, fand Max. „Wenn schon Rumtata-Musik, dann aber richtig. Oompah-Music braucht eine Quetsche.“
„Davy-Gravy“, näselte Florian den Refrain nach. „Mann, wie kommt man auf die Idee, über jemanden zu singen, der Bratensoße heißt?“
„Ist uns bei Luigi eingefallen“, antwortete Jannik. „Als wir Eis essen waren, saß eine Familie in der Nähe unseres Tisches und die Kinder haben darüber gesprochen. Einer der Kleinen machte sich darüber lustig, dass eine Frau Dawn, also Morgendämmerung, hieß. Dann könne er seinen Sohn genauso gut Bratensoße nennen, meinte der Racker. Wir haben mit Mühe und Not ein lautes Lachen unterdrückt. Leonie meinte, daraus könnte man ein Lied machen.“
„Ah“, machte Timo. „Leonie meinte.“ Er feixte. „Triffst du sie heute wieder?“
„Viel zu spät“, sagte Jannik. „Morgen Mittag hole ich sie von der Schule ab.“
„Ziemlich jung, die Kleine“, sagte Florian. „Gerade mal fünfzehn. Also ich sehe immer zu, dass sie mindestens sechzehn sind. Weil man sonst Ärger kriegen könnte, wenn man mit den Häschen ins Bett hüpft.“ Er nahm Jannik aufs Korn: „Du scheinst ein Faible für die ganz jungen zu haben, Nik. Vor einem halben Jahr, die Blondine, die war auch erst fünfzehn, nicht wahr?“
„Die war vierzehn!“, berichtigte Timo. „Gerade erst geworden.“
„Mit der hatte ich nichts“, sagte Jannik. „Das war die Tochter von diesem hohen Tier von Sony Music. Ich habe ihr das Studio gezeigt und sie dann mit zum Shoppen genommen. Sie hat sich in der City Klamotten gekauft. Ich war bloß der Aufpasser. Ihr Papi wollte es so.“
„Ah ja“, sagte Florian. Mehr nicht.
Rolf Geiger kam ins Studio: „Kinders, ich habe eine wundervolle Überraschung für euch. Gleich kommt ein Reporterteam vom Stern. Die wollen euch interviewen.“
Florian verdrehte die Augen: „Noch eine Presseveranstaltung? Mann! Ich dachte, für heute wäre es gut.“
Rollie grinste ihn an: „Die Arbeit reißt nicht ab. So ist das im Showgeschäft. Freut euch! Ihr habt es in den Stern geschafft. Seid liebe Jungs und gebt brav Antworten.“
„Ja, euer Geigerzählerheit“, brummte Florian.

*

Als Leonie nach dem Abendessen ins Internet ging, fand sie eine Email von Jan in ihrem Postfach.
„Hi Leonie“, schrieb er ihr. „Ich habe angefangen, den Bratensoßensong zu machen. Im Anhang findest du den Song in der Rohfassung. Max hat gesagt, es muss unbedingt Akkordeonmusik dazu, weil es ein Oompah-Song ist, also Rumtata-Musik, ein bisschen wie Polka. Am Text muss ich auch noch feilen. Da siehst du mal, wie ein Song entsteht. Es ist nicht so, dass ich mich hinstelle und gleich loslegen kann. Man muss an einem Stück arbeiten, bis es wirklich gut klingt.
Ich freue mich auf morgen. Ich freue mich auf dich.
Gruß und Küsschen
Jan.“
„Küsschen“, flüsterte Leonie. Sie schaute zum Poster der Peoples auf. Sie sah Jans zurückhaltendes Lächeln. „Küsschen!“
Sie lud die Mail herunter und den angehängten Song gleich mit. Während sie das Lied auf dem Computer abspielte, las sie den Text dazu.
„Puh! Nicht gut“, meinte sie. Sie nahm ein leeres Blatt Papier und begann zu schreiben. Sie besserte Jans grammatikalische Fehler aus und glättete den Text ein wenig, damit die Zeilen besser in den Song passten. Sie tippte den geänderten Text in eine Antwort-Mail und schickte sie Jan zurück.
„Du bist mir hoffentlich nicht böse, weil ich an deinen Lyrics herumgepfuscht habe“, schrieb sie zum Schluss.
Eine halbe Stunde, bevor sie zu Bett ging, kam eine neue Mail von Jan.
„Böse?“, schrieb er. „Mann, Leonie! Du bist ein Naturtalent! Jetzt passt der Text viel besser zu Melodie. Du bist echt gut in Englisch. Ich wette, du hast du in der Schule immer eine Eins.“
Leonie musste grinsen. Jan wusste nicht, dass sie zweisprachig aufgewachsen war.

*

Am nächsten Tag nach der Schule war die Traube, die Leonie folgte, kleiner.
Sie denken, es war ein einmaliges Vorkommnis, überlegte sie. Die glauben nicht, dass Jan mich noch einmal abholt.
Sie wunderte sich. Ging das so schnell? Ließ man jemanden oder etwas dermaßen fix fallen? Ein wenig komisch war das schon, fand sie. Aber es hatte den Vorteil, dass nur ein Dutzend Mädchen um sie herumstanden, statt die fünffache Menge, wie am Tag zuvor.
Es war ihr sowieso nicht wichtig. Sie wollte nicht von Jannik Faber abgeholt werden, um vor ihren Schulkameradinnen anzugeben. Sie wollte mit Jan zusammen sein. Sie hatte den ganzen Morgen an den Jungen gedacht. Es war ihr schwergefallen, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.
Jemand trat neben sie. Es war Pia Jeblick aus der Parallelklasse: „Was macht ihr denn heute so? Geht ihr wieder Eis essen?“
Leonie zuckte die Achseln: „Weiß nicht. Vielleicht. Wir fahren einfach drauflos.“ Das war glatt gelogen, aber sie konnte unmöglich laut sagen, wo sie und Jan hin wollten. Die Mädchen wären ihnen gefolgt. Schlimmer noch: Sie hätten die Presse informieren können, nach dem Motto: Nehmt mich mit in eurem Auto und ich verrate euch, wo Nik mit seiner neuen Flamme ist. Nein danke! Sie wollte mit Jan allein sein.
„Wann kommt er denn nun?“ Das war Sophie Schubert. Klar, dass die dabei sein musste! Sie schaute demonstrativ auf ihre Armbanduhr. „Bissy spät, oder?“ Sie grinste. Leonie gefiel das Grinsen nicht. „Letztes Mal war er früher da. Nik hat wohl keine Zeit für dich, Leonie? Was meinst du?“
„Er ist keine Eisenbahn“, gab Leonie zurück. „Er kann nicht auf die Minute pünktlich vorfahren. Auf den Straßen herrscht dichter Verkehr.“ Im gleichen Moment, als sie die Sätze aussprach, ärgerte sie sich über sich selbst. Warum sich vor dieser eingebildeten Pute verteidigen? Sophie Schubert konnte ihr den Buckel runterrutschen. Es ging sie nichts an, wann Jan kam.
Sophie schaute nach links und rechts die leere Straße entlang. „Aaah jjja … wirklich! Voll der dichte Verkehr. Sieht man!“ Jetzt war ihr Grinsend hämisch. Und herausfordernd.
Leonie ging nicht darauf ein.
Du weißt genau, dass er von Saarbrücken kommt und dort ist der Verkehr sehr wohl dicht.
Laut sagte sie nichts. Noch einmal würde sie der dämlichen Sophie nicht auf den Leim gehen. Sollte sie lästern!
Nur, dass das alles andere als leicht zu ertragen war. Jan kam nicht und allmählich machte sich ein komisches kleines Gefühl in Leonies Magen breit. Was, wenn die blöde Sophie recht hatte? Wann er keine Zeit für sie hatte, sprich: keine Lust, sich mit ihr zu treffen? Jannik Faber war ein Star. Was juckte den schon ein junges Mädchen? Davon hatte er zehn an jedem Finger.
Sophie hielt die Hand über die Augen, obwohl es bewölkt war. Sie schaute angestrengt die Straße entlang. „Herrjeh! Ich schaue und schaue, aber ich sehe nichts.“
Vielleicht bist du über Nacht erblindet, dachte Leonie. Sie war wütend und verunsichert. Musste die Stänkerkuh unbedingt hier herumlungern und ihre ätzenden Sprüche loslassen? Die war doch nur neidisch.
Sophie gab dem Mädchen neben ihr einen kleinen Schubs: „Was meinst du, Finja? Könnte es sein, dass Nik keine Zeit hat und nicht kommen kann?“
Finja schürzte die Lippen: „Wenn du mich fragst: Sieht beinahe so aus. Wie es scheint, hat Nik keine Lust, Leonie abzuholen. Sicher hat er anderes zu tun, als mit Leonie Ammon auszugehen.“
„Das sehe ich auch so“, sprach Sophie. Ihre Stimme war laut und getragen wie die eines Priesters während der Messe. „Nik kann nicht kommen, weil er zu tun hat.“
„Ich würde es anders formulieren, Sophie.“ Finjas Grinsen glich sich dem von Sophie an. „Nik hat keinen Bock, zu kommen.“
Sophie machte große Augen. „Meinst du?“, fragte sie in gespieltem Bedauern. „Och nee! Das wäre ja wohl dann sehr unangenehm, nicht wahr?“ Sie warf Leonie einen Seitenblick zu. „Für Leonie.“
Leonie schwieg verbissen. Sie war empört. Was hatten die zwei Hühner hier herumzustänkern?! Es war ekelhaft. Es war widerlich. Sie hasste es. Leider wusste sie nicht, was sie dagegen tun konnte. Sie fühlte sich hilflos und ausgeliefert. Es war mehr als unangenehm.
Nächstes Mal verabrede ich mich mit Jan woanders, nahm sie sich vor. Sie seufzte innerlich. Falls es denn ein nächstes Mal geben wird.
Einige der Mädchen verdünnisierten sich. Es war offensichtlich, dass Jannik Faber Leonie versetzte. Immer mehr Girls traten den Rückzug an.
„Autogramm ist eh keins drin“, sagte Nina Anschütz, die in der Klasse zwei Reihen vor Leonie saß. Sie hakte sich bei ihrer Freundin Julia Adams unter: „Komm, ziehen wir Leine, Julchen. Hier ist für uns nichts zu holen.“ Die beiden zogen ab. Weitere folgten.
Zum Schluss standen nur Sophie Schubert und Finja Didion auf dem Bürgersteig. Und Pia Jeblick, die sich ein Stück weit von den beiden Meckerziegen aufgestellt hatte. Sie hielt ihr Handy bereit, um Fotos zu schießen.
Leonie tat ganz unbeteiligt. Sie wollte Sophie Schubert den Triumph nicht gönnen, sie dauernd auf die Uhr schauen zu sehen.
Es nützte nichts.
„Warum schaust du nicht mal auf deine Armbanduhr?“, fragte Sophie. „Jetzt ist er nämlich echt über die Zeit, Leonie. Schau mal die Straße runter! Siehst du ihn? Ich nicht.“ Sie stubste Finja an: „Du vielleicht, Finja?“
Finja schaute die Straße hoch und runter. „Ich sehe nichts. Wirklich nicht. Ach, zu dumm! Er kommt wohl wirklich nicht, was meinst du Leonie?“
Leonie gab keine Antwort.
Sophie wedelte mit der Hand: „He, Leonie! Finja hat dich etwas gefragt!“
Pia ging zu Leonie. „Könntet ihr mal den Rand halten?“, fuhr sie die zwei Stänkerziegen an. „Was geht es euch an, wann Leonies Freund kommt?!“
Sophie nahm Pia aufs Korn: „Bist du jetzt neuerdings Leonies Anwältin, Pia? Was spielst du dich so auf? Was geht es dich an, wenn wir Leonie etwas fragen? Man wird doch wohl noch fragen dürfen!“
Pia stellte sich neben Leonie: „Hör nicht auf die beiden! Die wollen nur stänkern. Reagier einfach nicht auf sie!“
Tue ich nicht, dachte Leonie. Doch innerlich kochte sie vor Wut. Sie war dankbar für Pias Unterstützung.
Sophie stimmte einen leisen Singsang an: „Nik, oh mein Nik. Wann kommst duuuu?“ Sie und Finja grinsten gemein.
„Sie stand da und litt“, sang Sophie. „Doch er verpasste ihr einen Tritt.“
„Oh aueraaa! Oh Schmerz!“, jodelte Finja.
„Da brach ihr glatt das Herz“, sang Sophie.
Etwas kam die Straße herunter. Sie hörten das basstiefe Singen des großen Sechszylinders. Sophies und Finjas Gesang erstarb mitten im Satz.
Leonie fühlte Erleichterung. Er kam. Jan kam. Gott sei Dank.
Pia legte ihr einen Arm um die Schultern: „Siehst du, da kommt er. Es war bestimmt viel Verkehr in Saarbrücken.“
„Ja, bestimmt“, gab Leonie zurück. Sie warf einen Blick zur Seite. Dort standen Sophie und Finja. Die beiden wussten anscheinend nicht, ob sie überrascht oder wütend sein sollten. Sie glotzten dämlich aus der Wäsche.
Geschieht euch recht, dachte Leonie. Wenn ihr ein Autogramm von Jan wollt, werde ich ihm sagen, er soll euch keins geben, ihr gemeinen Mistbienen!
Der dunkelgrüne Morgan hielt vor ihr an. Sein Motor erstarb. Jannik Faber stieg aus. Wieder umrundete er in aller Seelenruhe die lange Motorhaube, um zu ihr zu kommen. Pia nahm den Arm weg. Mit großen Augen schaute sie Jannik Faber entgegen.
Jan blieb vor Leonie stehen: „Hi, Leonie.“ Er fasste sie bei den Ellbogen und küsste sie auf den Mund. „Schön, dich zu sehen. Ich habe mich verspätet. Rollie ließ mich nicht weg. Da waren noch ein paar Pressefritzen die unbedingt Fotos machen wollten.“ Er rollte mit den Augen: „Als ob es nicht genug Fotos von mir gäbe. Und dann dieser Verkehr in Saarbrücken! Mann! Echt die Seuche!“
„Macht nichts“, sagte Leonie. Ihr war schwummerig - vor Erleichterung und von seinem Kuss. Von dem Kuss hatte sie auch weiche Knie bekommen. „Ich dachte mir schon, dass du schlecht aus Saarbrücken rausgekommen bist.“
Er umarmte sie und gab sie wieder frei: „Nächstes Mal fahre ich früher los.“ Sein Lächeln ließ ihr Herz schlagen.
Er wollte eine Geste in Richtung Sophie und Finja machen, ihnen vielleicht winken oder sie grüßen.
Nein! Leonie schaute Jan intensiv an. Sie sprach mit den Augen. Die beiden Hühner nicht! Die waren böse zu mir! Nur Pia ist lieb! Sie versuchte all ihr Gefühl in die mit den Augen gesendete Botschaft zu legen.
Er versteht mich nicht, dachte sie. Jungen können das nicht. Jungen können Mädchen nichts von den Augen ablesen. Mama hat es mir erklärt. Sie …
Jan küsste sie erneut. Dann lächelte er Pia an: „He, bist du nicht Pia? Wir kennen uns doch.“ Er reichte Pia die Hand. Die fiel beinahe in Ohnmacht.
„Ha-Hallo“, brachte sie hervor. Sie hielt ihr Handy hoch.
Jan lächelte sie an: „Foto?“ Er schaute auf die Uhr: „Wir sind spät dran, Pia. Wir müssen sofort los, Leonie und ich.“ Er blickte Leonie an und zwinkerte unmerklich. „Weißt du was, Pia? Komm mit. Wir fahren dich nach Hause. Unterwegs kannst du deine Fotos schießen. Solch eine kurze Strecke kann ich es wagen. Ihr beiden Mädels seid ja rank und schlank.“ Er lachte. „Los, ab, ins Auto!“ Er öffnete die Beifahrertür: „Du zuerst Leonie! Ich will dich neben mir haben. Rück in die Mitte, dann passt Pia neben dich. Schnallt euch an! Wenn ein Foto im Internet auftaucht, auf dem jemand neben mir im Auto sitzt und nicht angeschnallt ist, reißt mir mein Manager den Kopf ab. Den brauche ich aber noch. Ohne Kopf singt es sich so schlecht.“ Er lachte.
Leonie stieg ein, gefolgt von Pia, die aussah, als habe sie gerade den lieben Gott persönlich getroffen. Jan schloss die Tür. Er lief zur anderen Seite und stieg ein. Er reichte Pia einen Selfiestick: „Hier bitte. Für deine Fotoaufnahmen.“
Während Pia ihr Handy am Stick montierte, ließ Jan den Motor an. Dann legte er den rechten Arm um Leonies Schultern. „Du musst schalten, Leonie. Zu dritt ist es zu eng im Cockpit. Ich komm nicht an die Schaltung ran. Erster Gang bitte!“
Leonie legte den Gang ein.
„Besten Dank“, sagte Jan. „Auf geht’s!“ Er ließ den Morgan flott anrollen. Mit grollendem Motor fuhren sie davon. Im Augenwinkel sah Leonie Sophie und Finja am Bordstein stehen und dumm aus der Wäsche gucken. Die zwei waren so überrumpelt, dass sie nicht daran gedacht hatten, ihre Handys zu zücken, um Fotos zu schießen.
Geschieht euch recht!, dachte Leonie, während sie den zweiten Gang einlegte.

25.05.2018 13:17 Stefan Steinmetz ist offline Email an Stefan Steinmetz senden Beiträge von Stefan Steinmetz suchen Nehmen Sie Stefan Steinmetz in Ihre Freundesliste auf
 
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