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Geschrieben von Stefan Steinmetz am 27.01.2017 um 18:30:

Mars First - Mit dem One Way Ticket zum Mars(18)

Laura Sunderland untersuchte Steine. Sie war mit einem der Rover zur Sierra Ramparta gefahren, dem sägezahnigen Rand des großes Rampart-Kraters nordöstlich der Kolonie. Per Funk wurden die Bilder ihrer Helmkameras und die der Roverkameras zur Kolonie übertragen und von dort zu einem der Satelliten in die Umlaufbahn geschickt, der alles zur Erde weiterleitete.
Seit einer Stunde war Laura damit beschäftigt, Spuren früheren Lebens auf dem Mars zu suchen. Sie hatte Steine umgedreht und geriffelte Formationen am Kraterrand mit dem Geologenhammer bearbeitet. Nichts. Es gab nichts für sie. Allmählich begann es sie zu frustrieren. Die Gegend, in der die Kolonie entstand, war früher einmal Meeresgrund gewesen. Allerorten sah man Spuren an Steinen, Konglomeraten und Kratern, die nur von fließendem Wasser stammen konnten. Aber Laura fand nichts.
Es machte sie ein Stück weit traurig. Auf dem Mars Spuren von Leben zu finden war ihr Hauptziel gewesen. Doch inzwischen sah es so aus, als würde sie dieses Ziel nie erreichen. Sie musste an die Worte Arne Heuermanns denken. Der Deutsche hatte gesagt, das Wasser sei wohl auch in der Urzeit des Mars nur deshalb in der herrschenden Kälte fließfähig gewesen, weil es extrem salzig gewesen sei.
„Das war womöglich eine ultrasalzige Giftbrühe, in der nichts leben konnte“, hatte er gesagt. „Das Eis, das wir aus dem Boden holen, um Wasser zu gewinnen, hat einen extrem hohen Gehalt an Salzen und etliche davon sind nicht gerade gesund für lebende Organismen.“
Laura unterdrückte ein Seufzen. So hatte sie sich das nicht vorgestellt. Sie war nicht Millionen von Kilometern durchs Weltall geflogen, um eine eisigkalte, tote Staubwüste zu finden. Zu Hause war sie felsenfest davon überzeugt gewesen, dass Leben auf dem Mars möglich war, wenn nicht heutzutage dann doch wenigstens früher. Insgeheim hatte sie davon geträumt, noch existierendes Leben zu entdecken, einfache Moose oder Flechten; Bakterienrasen oder ähnliches. Sie hatte bis dato nicht einmal Spuren vergangenen Lebens gefunden.
„In der Urzeit des Mars hatte der Planet eine Atmosphäre“, sprach sie ins Helmmikro. „Es war wesentlich wärmer als heute. Der Planet war zu einem Teil mit Wasser bedeckt. Dieses Wasser war sicher nicht so salzig wie die Eisproben, die wir unter der Erdoberfläche geholt haben. Auch auf der Erde waren die Meere der Urzeit nicht so salzhaltig wie die heutigen Ozeane. Erst mussten Regen und Flüsse die Mineralien aus den Felsen des Festlandes lösen und ins Meer schwemmen.
Es gab die Möglichkeit für die Entstehung von Leben. Da bin ich mir absolut sicher.“ Sie stand auf und ließ den Blick schweifen über rotorange Felsklippen und dunkelrote Sandfelder, über graurote Steinbrocken und rötlichgelbe, riffartige Gesteinsformationen. „Hier irgendwo sind Spuren von Leben. Ich muss sie nur finden.“
Laura beschloss, nicht aufzugeben. Sobald ihre Zeit es erlaubte, wollte sie mit dem Rover weiter hinaus fahren. Irgendwo musste es Fossilien geben. Oder sogar echtes Leben. Es wartete nur darauf, entdeckt zu werden.
„Ich gebe nicht auf!“, sprach sie vor sich hin. „Nein! Auf keinen Fall! Wäre ja gelacht!“
Laura war keine, die aufgab. Laura Sunderland war eine, die kämpfte.
Sie hatte immer kämpfen müssen, seit ihr Vater die Familie verlassen hatte. Zwölf Jahre alt war sie da gewesen. Sie erinnerte sich, als sei es gestern gewesen.
Ihr Vater hatte eine große Sporttasche gepackt und war gegangen. Er hatte Laura und ihre beiden Geschwister umarmt und hatte das Haus verlassen. „Es geht nicht mehr“, waren seine letzten Worte. Noch immer sah Laura ihn den schmalen Pfad durch den verwilderten Vorgarten gehen, einen großgewachsenen Mann mit vollem Haar. Er war auf der Straße nach links abgebogen, ohne sich noch einmal umzusehen. Laura hatte gewusst, dass er nie wieder zurückkommen würde. Ihr Vater, dieser nette, gutherzige und freundliche Mensch war aus ihrem Leben verschwunden. Es war Lauras Mutter, die ihn vertrieben hatte.
Laura hatte sich zeitlebends gefragt, wie ihr Vater ausgerechnet an ihre Mutter geraten konnte. Wie konnte ein freundlicher und herzensguter Mensch wie Ronald Sunderland an eine vulgäre Person wie Maisy Aldwin geraten? Lauras Mutter trank mehr als gut für sie war. Sie rauchte und fluchte. Wie oft hatte Laura ihren Vater sagen hören: „Maisy, bitte mäßige dich! Nicht vor den Kindern!“, wenn ihre Mutter mal wieder Ausdrücke gebrauchte, sie sich für eine Dame nicht geziemten und die erst recht nicht in die Ohren von Kindern gehörten.
„Deine Mutter war das schönste Mädchen auf der Highschool“, hatte ihr Vater Laura erzählt, als sie neun war. „Alle wollten sie und ich habe sie bekommen.“
Schön war Maisy Sunderland, geborene Aldwin, leider nur äußerlich. Sie war eine unzufriedene, nörglerische Frau, die weder ihren Mann, noch ihre Kinder wirklich liebte. Wenn sie betrunken war, hielt sie Laura und ihren Geschwistern vor, was aus ihr hätte werden können, wenn sie keine Kinder bekommen hätte. Für ihren Mann hatte sie nur Verachtung übrig. Ronald Sunderland arbeitete in der Traktorenfabrik draußen vor der Stadt. Er brachte Geld mit nach Hause, doch das reichte seiner Frau nicht. Ständig beschwerte sie sich, dass Ronald nicht mehr verdiente.
Nachdem ihr Mann die Familie verlassen hatte, ging es bergab. Nun musste die Mutter in einer Wäscherei arbeiten, um sich und die Kinder durchzubringen. Sie trank noch mehr als zuvor, hatte häufig wechselnde Männerbekanntschaften und vernachlässigte ihren Nachwuchs. Sie kümmerte sich weder um den Haushalt noch um die Kinder. Laura musste Mutterstelle an ihren kleinen Geschwistern einnehmen und den Haushalt machen. Sie hatte keine echte Kindheit und Jugend. Sie konnte nicht mit Schulfreundinnen losziehen und etwas unternehmen. Ständig war sie eingespannt. Geld war nie genug da. Laura und ihre Geschwister trugen alte Sachen aus der kirchlichen Kleidersammlung. Sie waren arm.
Damals erwachte Lauras Interesse an den Planeten. Stundenlang konnte sie über Büchern brüten, die sie in der städtischen Bibliothek ausgeliehen hatte und vor sich hinträumen. Der Mars hatte es ihr besonders angetan. Wenn sie im Fernsehen eine Doku sah, in der es um künftige Missionen zum roten Planeten ging, war sie in ihrer Fantasie immer mit dabei; Laura Sunderland, die Astronautin aus Kanada. Es war eine kleine Flucht aus dem tristen Alltag.
Freundinnen waren dünn gesät. Laura war immer schon eine gute Schülerin gewesen, aber nachdem ihr Vater gegangen war, begann sie besonders hart zu lernen. Sie wusste, dass Bildung der einzige Weg für sie war, den erbärmlichen Lebensverhältnissen daheim zu entkommen. Sie wollte nicht in ihrem jämmerlichen Leben stecken bleiben.
Bald war sie in der Schule als Streberin verschrien und wurde gemobbt. Sie wurde gehänselt und geprügelt. Niemand wollte ihre Freundin sein. Nur die Lehrer mochten ihren Fleiß. Sie arbeitete hart und wurde die beste Schülerin an ihrer Schule. Sie bekam ein Stipendium fürs College.
Ihre Geschwister hatten sie mit aufgerissenen Augen angeschaut, als sie ging. Ken war zehn und er tat, als wäre es ihm egal, aber sie sah unterdrückte Tränen in seinen Augen schimmern. Shirley war gerade zwölf geworden und in ihren Augen hatte nackte Angst gestanden.
„Lass uns nicht allein, Laura!“, hatte sie gefleht. „Bitte geh nicht! Du weißt, dass sie uns von ihr wegholen werden, wenn du nicht mehr da bist. Die Leute von der Jugendfürsorge kommen doch dauernd hierher! Solange du da bist, ist es in Ordnung, aber wenn du gehst, werden sie uns wegholen und Gott weiß wohin schicken! Bitte Laura, bleib da!“ Shirley war in Tränen ausgebrochen. Sie hatte geweint wie ein kleines Kind. „Laura! Bittebitte!“
Es hatte Laura das Herz gebrochen, aber sie blieb nicht. Es war Zeit, sich endlich um ihr eigenes Leben zu kümmern. Bisher hatte sie ja kein wirkliches gehabt. Also ging sie. Es musste sein, auch wenn es hart war.
Am College lernte sie genauso hart wie auf der Highschool. Sie lernte wie besessen und arbeitete nebenher, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Die bessergestellten Studenten schauten auf sie herab, vor allem die Mädchen. Letztere waren auch sauer, weil Laura sich zu einer blendenden Schönheit entwickelte. Aus dem häßlichen Entlein war ein schöner Schwan geworden. Die Jungs rissen sich um Laura. Das gefiel den Mädchen natürlich nicht.
Selbst unter den Lehrern waren welche, die Laura von oben herab behandelten. Sie war deswegen verbittert gewesen. Es war total ungerecht. Da zählte die Geburt mit silbernem Löffel mehr als Leistung und Können.
Aber sie ließ sich nicht unterkriegen. Sie hielt eisern durch und legte ihren Bachelor mit Bravour hin. Danach wollte sie unbedingt als Geologin zur NASA. Sie wurde abgelehnt und auch hier konnte sie sich des Gefühls nicht erwehren, dass man wegen ihrer Herkunft auf sie herab sah.
Sie bekam schließlich einen Job bei der Staatsbehörde. Sie war als Geologin dafür zuständig, Bodenuntersuchungen durchzuführen, wenn Wohnsiedlungen geplant wurden oder der Bau einer Brücke. Es war nicht gerade ein Superjob, aber sie hatte ein festes Einkommen. Sie sparte wie besessen, denn sie wollte möglichst schnell ein eigenes Haus haben.
Eine Zeit lang hatte sie einen Freund, aber Glen Boulder sah zwar gut aus und er war Spitze im Bett, aber er war ein Typ, der in den Tag hinein lebte und Laura konnte niemanden gebrauchen, der sich auf ihre Kosten durchschleppen ließ. Sie hatte die Beziehung nach einem Jahr beendet und sich nicht mehr fest gebunden.
Dann kam Mars First und Laura hatte alles getan, um mitmachen zu dürfen. Sie strengte sich an wie immer in ihrem Leben. Sie wollte unbedingt dabei sein. Da war sie, die Chance, als Geologin den Mars zu untersuchen; nicht nur Proben, die Sonden zur Erde zurückgebracht hatten, sondern persönlich vor Ort. Der Mars – ihr Mars – war plötzlich zum Greifen nahe.
Sie schaffte es in die engere Auswahl und dann zog sie den Joker. Sie würde als Geologin und Paläontologin zum Mars fliegen, gleich mit der ersten Crew. Als sie die Ausbildung bei Mars First machte, hatte sie längst keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Auch ihr Bruder Ken hatte sich von der Familie zurückgezogen. Er war Eisenbahner geworden und fuhr kilometerlange Güterzüge durchs Land. Lediglich mit ihrer Schwester Shirley hatte Laura regen Kontakt gehalten und Shirley hatte es hart getroffen, als sie hörte, dass ihre große Schwester für immer fortging. Das hatte es Laura schwer gemacht, genau wie das unangenehme Treffen mit Misses Warden, ihrer ehemaligen Collegelehrerin, aber sie war wie immer ihren Weg gegangen und nun war sie hier.
Leider konnte sie zwar jede Menge interessanter Gesteine untersuchen, aber in Sachen fossile Überreste von ehemaligem Leben auf dem roten Planeten sah es mau aus.
Ob Lindy-Flindy alle Fossilien versteckt hatte? Laura musste lachen. Das Lachen vertrieb ihre vorübergehende Niedergeschlagenheit. Sie beschloss, auf keinen Fall aufzugeben. Irgendwann würde die etwas finden. Es war nur eine Frage der Zeit.
Wie das mit Arne und Maus. Es hatte ja weiß Gott lange gedauert, bis die beiden aneinander geraten waren, aber nun waren sie wie zwei Turteltäubchen. Man konnte glatt neidisch werden. Antje van Dijk war total verknallt. Sie schien von innen heraus zu leuchten. Es war süß, mitzuerleben wie die Kleine sich von Tag zu Tag mehr verliebte. So etwas gab es nicht oft. Normalerweise kam die Verliebtheit über einen wie eine Sturmwelle, man brannte lichterloh und dann erlosch dieses Strohfeuer schnell wieder.
Aber mit Arne Heuermann und Antje van Dijk war es anders. Ihre Liebe wuchs und gedieh wie eine von Antjes Pflanzen im Treibhaus.
Während Laura den nächsten Brocken umdrehte und untersuchte, seufzte sie. Das würde zwischen ihr und Ethan nie so sein. Dafür war Ethan nicht der Typ. Okay, der Sex mit ihm war prima, wirklich. Ethan McDuff war ein Mann, der wusste, was er wollte und Laura liebte Männer, die wussten, was sie wollten. Sie stand nicht auf schlaffe Softies, die sich nichts trauten und die nicht aus sich rausgingen. Sie stand auf echte Kerle.
Anfangs dachte sie über Ethan: Der bildet sich wohl ein, ein guter Stier zu sein.
Doch er war auch einer. Ethan war im Bett zupackend, fantasievoll, erotisch versiert und der Sex in der Schwerelosigkeit war absolut topgeil gewesen. Aber verflixt, diesen Arne Heuermann würde sie auch nicht von der Bettkante stoßen. Dabei hatte sie ihn anfangs für ein Weichei gehalten.

*

Sie schauten Mars-TV. Die Kuppel sah inzwischen schon recht thetterbee aus, fanden die Zwillinge. Für die Mäuse war der Bau des neuen Treibhauses anscheinend ein Lego-Spiel in Größe eins zu eins. Sie ließen sich nichts entgehen. Jeder Ziegel, der vermauert wurde, wurde entsprechend kommentiert. Warum die Marsies außen Sand anhäuften, verstanden Penny und Abbie gut, aber sie reagierten verwirrt, wenn die Kolonisten auch das Innere der Kuppel mit Sand ausfüllten. Das dies zum Stützen der schräg aufsteigenden Wände diente, verstanden sie nicht. Sie entschlossen sich, es als ein Spiel mit schönem roten Sand anzusehen.
Im Moment waren alle vier Marsies am Bau beschäftigt.
Ethan McDuff stand an der Stelle, an der sie den Sand sammelten, den sie von überall herbei karrten, um die Kuppel auszufüllen: „Wo ist der Sand? Gestern war hier noch welcher?“ Er wandte sich seinen Kameraden zu: „Hat einer von euch den Sand geklaut?“ Man hörte das Lachen förmlich aus seiner Stimme heraus.
„Das war Lindy-Flindy“, erwiderte Laura Sunderland. „Die treibt sich schon den ganzen Tag hier draußen herum.“ Die Kolonisten lachten. Der kleine Witz um Lindy-Flindy wirkte immer erheiternd und auflockernd. Liam war es zufrieden. Die Psychologen hatten gesagt, das sei eine gute Technik, um aufkommende Spannungen zu lösen.
Wann immer etwas schief ging oder etwas abhanden gekommen zu sein schien, gaben die Marsianer Lindy-Flindy die Schuld.
Liam schaute den Kuppelbauern zu. Sie arbeiteten an einer Ziegelreihe in rund zwei Metern Höhe. Die ersten „Fenster“ wurden eingesetzt, dicke Dinger, die an Glasbausteine erinnerten. Arne Heuermann hatte Unglaubliches am 3-D-Drucker geleistet. Selbst die Wissenschaftler auf der Erde hatten neidlos anerkennen müssen, dass der Deutsche es drauf hatte. Die dickwandigen Fenstersteine waren asymetrisch geformt. Sie steckten quasi wie ein Pfropf in der Wand aus Ziegelsteinen. Dadurch würde der Luftdruck im Innern der Kuppel sie später fest in die Wand einpressen. Das würde absolut luftdicht sein.
Neben dem Bau an der Kuppel klaubten die Kolonisten weiter Steine in der näheren Umgebung der kleinen Siedlung. Das verschlang viel Zeit, aber sie hatten auch damit angefangen, Aufträge von der Erde auszuführen. Sowohl NASA als auch ESA zahlten gut für Experimente, die in ihrem Auftrag durchgeführt wurden. Laura Sunderland nahm überall Probebohrungen vor, bezahlt von der NASA, und die ESA bat häufig um chemische Experimente mit der Marserde. Auch an den Daten der kleinen Wetterstation der Kolonie war man interessiert.
Doch die Hauptbeschäftigung der Siedler stellte der Kuppelbau dar. Mindestens zwei Leute waren permanent damit zugange, Ziegel herzustellen oder zu verbauen, Sand heranzuschaffen und sonstige Arbeiten rund um die Baustelle zu erledigen.
Ethan McDuff trieb die Leute an, vielleicht ein wenig zu viel. Das sah auch Ground Control so.
Er sollte sich etwas zurücknehmen, dachte Liam. Man kann es auch übertreiben. Es kann leicht passieren, dass diese Antreiberei irgendwann die Stimmung kippen lässt.
Liam machte sich Sorgen. Vielleicht sollten die Psychologen mal privat mit McDuff reden.
Ansonsten lief auf dem Mars alles bestens. Es war die perfekte Show für die Fernsehzuschauer auf der Erde. Mit leisem Neid sah Liam den Kolonisten zu. Er wäre selbst gerne zu Mars geflogen. Es war ein Jugendtraum. Doch er konnte nicht weg. Er gehörte zu Dottie und den Zwillingen. Er war zufrieden mit seinem Leben. Doch manchmal war da eine kleine nagende Sehnsucht nach der roten Weite dort droben auf dem Nachbarplaneten.
Er fand es schade, dass er die Landschaft des Mars nie mit eigenen Augen sehen würde. Wirklich sehr schade.

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